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Thema mit vielen Antworten

Zwei Förster für Neuseeland


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Verfasst am: 27. 06. 2017 [10:42]
lreuss2202
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 1876
Hallo Lola und Julian,
nur eine kleine Anmerkung.

Es wird, wie wohl auf der ganzen Welt, der eigendlich erlente Beruf selten im anderen Land anerkannt werden. Da muss man immer noch neu dazu lernen oder eine Prüfung ablegen. Alle die nach D. kommen, auch die müssen sich qualifizieren. Es gibt nur ganz wenige Berufe welche keine Anerkennung brauchen. Denn jedes Land hat für die Berufe andere Voraussetzungen. Wenn ich als gelernter Gärtner umsiedele in ein anderes Land, da werde ich auch erst noch die speziellen anderen Arten und die Weise der Arbeiten lernen müssen. Logisch sind die Grundkenntnisse die gleichen aber es gibt viele Abweichungen. Das nur als kleiner Hinweis. Viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüssen

Lothar aus dem stark bewölkten, noch trockenen, lauwarmen und sommerlichen Frankfurt/M

Neuseelandbilder von 2005/6 unter:
http://www.flickr.com/gp/13314010@N07/Xde6ku
Verfasst am: 27. 06. 2017 [03:32]
NZHomebrewer
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 4117
"NatalieInvers" schrieb:

Bei uns in Sandy Point und dann auch im Thompsons Bush gibt's ne Mountain bike Strecke durch den Wald.


Klar die gibt es ueberall. Bike auf's auto, dann ne halbe stunde/stunde irgendwo hin fahren und dann mit all den anderen bikern nen parkour abfahren. Naja, nicht mein ding. Wir haben in Deutschland mal so locker 150 - 200km an nem Samstag gemacht. Ohne das wir das bike erst igrendwohin transportieren mussten.

Ich jammer ja nicht ich sag nur dass ich es vermisse.

Cheers

Peter

Be Who you are and say what you feel,
because those who mind, don't matter
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(Dr. Seuss)
Verfasst am: 27. 06. 2017 [02:15]
NatalieInvers
Dabei seit: 04.05.2015
Beiträge: 255
Bei uns in Sandy Point und dann auch im Thompsons Bush gibt's ne Mountain bike Strecke durch den Wald. Mag aber kein Fahrradfahren, stattdessen bin ich im Spätsommer mit meiner Tochter im Arm oft spazieren gegangen. Die Geräuschkulisse durch die Vögel ist definitiv anders als in Deutschland, aber wg des harzig-aromatischen Nadelwald Anteils, der vielen Tannenzapfen riecht es doch für NZ ungewöhnlich deutsch-waldig icon_lol.gif
und wenn ich die Augen schließe und tief einatme dann kommt schon ein gewisses Feeling auf - ist nur nicht das was man hier gezielt sucht, die genannten Waldstücke sind winzig und die Waldpilze sind leider nicht so yummy wie in Deutschland.
Achja, im Wald bei Sandy Point hat man zum Waldgeruch in der Nase auch noch das Meeresrauschen vom Oreti Beach im Ohr, das ist sehr merkwürdig
Verfasst am: 26. 06. 2017 [23:09]
NZHomebrewer
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 4117
"NatalieInvers" schrieb:


Ich kann nicht genau sagen warum, aber Wald hat hier eine ganz andere Qualität als in Deutschlandund ich könnte verstehen wenn man hier hinzieht weil man das Meer mag oder den lifestyle, die Leute oder die räumliche Entfernung vom allgemeinen Weltgeschehen, aber wegen des Waldes, das ist mir neu. Ich meine das nicht abwertend, aber fällt mir so auf. Ich selber kenne hier eingewanderte Arboristen, aber die machen ja nichts mit "Wald "

Cheers
Natalie



Das kann ich nur unterstreichen. Als jemand der am rande des Nordschwarzwald gewohnt hat ist der Deutsche wald das was ich hier am meisten vermisse. hier ist entweder alles in privat besitz oder es ist naturschutzgebiet. In beiden faellen gibt es regeln und verbote. So wie in Deutschland, zuhause auf's bike und dann den ganzen tag durch den wald radeln geht hier eben nicht.

Dafuer geh ich hier kayaken. icon_biggrin.gif

Cheers

Peter

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Verfasst am: 26. 06. 2017 [10:24]
NatalieInvers
Dabei seit: 04.05.2015
Beiträge: 255
Hallo,
Was meint ihr für ein Visa für unter 25jährige? Working holiday visa ?

Was Praktika angeht weiß ich nicht aber sich für qualifizierte Jobs zu bewerben macht für die meisten nur vor Ort Sinn.
Versetzt euch mal in die Lage des potentiellen Arbeitgebers, aus dem Ausland zu rekrutieren ist nicht in jeder Branche üblich oder praktikabel. Ihr seid nicht nur nicht vor Ort sondern auch sehr weit weg, wer garantiert dem AG dass ihr kommt?

Ich wurde aus Deutschland rekrutiert auf eine Stelle die kein Neuseeländer wollte und mein AG hat viel Erfahrung mit sowas.

Andererseits schadet es ja auch nicht, dann könnt ihr euch schon mal mit den Gepflogenheiten vertraut machen.

Berufserfahrung ausser Praktika ( eine ausgeprägte Praktika Kultur wie in Deutschland wäre mir hier unbekannt) habt ihr auch nicht- zumindest solltet ihr euch ein paar frühere Vorgesetzte die Englisch sprechen warm halten, reference checks werden durchaus am Telefon durchgeführt auch wenn ihr dann hier seid.

Guckt euch doch einfach mal das "wilde Naturparadies" Neuseeland an. Job allein reicht nicht aus, ihr müsst ja auch den sonstigen Alltag hier bestreiten, da ist NZ auch einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Was das weitere bzgl langfristigem Visa angeht, da ist bald einiges im Umbruch und davon abgesehen kann ein Beruf auch von der skills shortage liste entfernt werden.

In jedem Fall müssen die Kriterien der Liste genau mit euch übereinstimmen. Bei mir zb reichte die Ausbildung allein nicht, mindestens 5 Jahre relevante Berufserfahrung musste ich auch haben. Da müsstet ihr euch auf der Immigration Seite einlesen.

Ich kann nicht genau sagen warum, aber Wald hat hier eine ganz andere Qualität als in Deutschlandund ich könnte verstehen wenn man hier hinzieht weil man das Meer mag oder den lifestyle, die Leute oder die räumliche Entfernung vom allgemeinen Weltgeschehen, aber wegen des Waldes, das ist mir neu. Ich meine das nicht abwertend, aber fällt mir so auf. Ich selber kenne hier eingewanderte Arboristen, aber die machen ja nichts mit "Wald "

Cheers
Natalie


Verfasst am: 26. 06. 2017 [01:03]
NZHomebrewer
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 4117
"JuLoPi" schrieb:

Clear cuttings sind in NZ an der Tagesordnung, aber scheinbar gibt es zur Zeit ein Umdenken. Man möchte gerne ausländisches Fachpersonal werben, dass die Wälder nachhaltiger und effizienter bewirtschaften kann. Da sehen wir so ein bisschen unsere Chance.

Woher kommt diese information? Ich sehe und hoere davon nichts hier in NZ. Die forestry companies sind in auslaendischer hand, meist China. "Nachhaltig" und "effizient" heisst doch bei denen "Wie kann ich noch mehr profit rausholen". Oder sehe ich das falsch? Solange unsere regierung sich bei den Chinesen prostituiert und keine gesetze erlaesst die die firmen zwingt umweltbewusster zu operieren wird sich da auch nichts aendern. Wie geasagt, keien ahnung woher du diese information hast.

"JuLoPi" schrieb:

Der Professional Hunter führt in NZ hauptsächlich Jagdgäste und kümmert sich um pest controll.


Hier einen waffenschein zu machen bedeutet einen abend lang eine diashow anzuschauen, einen fragebogen mit richtigen antworten auszufuellen und ein besuch des waffenbeauftragten der regierung zu hause der sicherstellt du hast nen waffenschrank. Dann bist du quasi "Professional Hunter". Das ist aus meiner eigenen erfahrung.

Ich will nicht schwarz malen hier und es bleibt euch ueberlassen ob ihr euch eher auf erfahrungen von einheimischen oder anderen quellen verlasst. Aber die berufe Foerster und Professioneller Jaeger wie ihr euch das vorstellt gibt es hier einfach nicht.

Cheers

Peter

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Verfasst am: 25. 06. 2017 [14:39]
JuLoPi
Themenersteller
Dabei seit: 21.06.2017
Beiträge: 2
Hey Ihr,

vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten!
Wir haben uns in Zwischenzeit noch anders informiert und kommen jetzt leider erst zum Antworten.

Für die die es interessiert:

Wir wussten schon das sich die Fowi in NZ deutlich von der deutschen Forstwirtschaft unterscheidet. Aber scheinbar scheint der Fokus der Bewirtschaftung bei privaten Unternehmen zu liegen.
Clear cuttings sind in NZ an der Tagesordnung, aber scheinbar gibt es zur Zeit ein Umdenken. Man möchte gerne ausländisches Fachpersonal werben, dass die Wälder nachhaltiger und effizienter bewirtschaften kann. Da sehen wir so ein bisschen unsere Chance.
Der Professional Hunter führt in NZ hauptsächlich Jagdgäste und kümmert sich um pest controll.

Was meint Ihr, ist es besser vor Ort Leute anzusprechen und Kontakte zu knüpfen, oder sich lieber von Deutschland aus zu bewerben ?


Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten und ganz liebe Grüße,

Lola und Julian

Ps.: Gerade die Links haben uns sehr geholfen !
Verfasst am: 22. 06. 2017 [04:33]
NatalieInvers
Dabei seit: 04.05.2015
Beiträge: 255
Hi,
bin nur Laie, schliesse mich den anderen an. In Sachen Native forest wuerde ich mich an DOC wenden, aber mehr als voluntary work zu erhoffen waere bei deren budgets unrealistisch befuerchte ich.

Mein Mann wuerde oefter fuer DOC arbeiten wenn die auch ein angemessenes Gehalt zahlten, von voluntary work und kleinen Aufwandsentschaedigungen bezahlen sich naemlich keine Raten fuers Haus. Ist jetzt nicht wertend gegen DOC gemeint, es ist halt so wie es ist.
Fuer kommerzielle forestry hat mein Mann mal ein Video gemacht, das unterstreicht den Bildeindruck den Peter versucht euch zu vermitteln:
https://www.youtube.com/watch?v=xRRrjTfF1Yo

Da hat ein Laie ein Stueck commercial forest als Investment gekauft, leider etwas vergammeln lassen und damit mussten die Baeume frueher als sonst abgeholzt werden um den finanziellen Verlust nicht noch zu vergroessern, so hab ich das jedenfalls verstanden.

Weitere Kontakte zur Forstindustrie hat er leider nicht, aber er hat mir diese web adresse gegeben, die vielleicht fuer euch in Frage kommen koennte:
https://www.forestmanagement.co.nz/

ansonsten halt DOC bzgl Schutz und Erhalt von native forest
http://www.doc.govt.nz/nature/habitats/forests/

Cheers
Natalie
Verfasst am: 22. 06. 2017 [02:56]
Birgit aus Auckland
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 1228
Hi
Ich habe auch noch nie einen Foerster hier getroffen, aber es gibt park rangers beim DOC. Ich glaube, dass ist wohl am aehnlichsten.
Es gibt professional hunters hier in NZ, wahrscheinlich nicht ganz das Gleiche wie in Deutschland.
Schau mal die Immediate shortage skills liste bei Immigration NZ an, Arborist und Forester steht momentan auf der Liste. http://skillshortages.immigration.govt.nz/forester/

(Genau wie Joachim bin ich kein Experte)

Birgit
Verfasst am: 22. 06. 2017 [02:47]
NZHomebrewer
Dabei seit: 16.04.2006
Beiträge: 4117
Hallo Ihr,

Ich stimme dem was Joachim sagt zu. Ich kannte einen Foerster in Deutschland und habe auch mit forstaemtern und foerstern in Deutschland zusammengearbeitet. Also ich hab so ungefaehr eine idee was ein Deutscher foerster macht. Das was hier am naehesten kommt ist wahrscheinlich der Ranger, der vom Department of Conservation angestellt ist. Diese leute arbeiten in den naturparks. Schwerpunkt ist dort eher umweltschutz als forstwirtschaft. Leider hat die regierung die mittel fuer dieses department sehr stark gestrichen und viele angestellte werden wahrscheinlich ihren job verlieren oder stellen werden nicht neu besetzt.

Die andere moeglichkeit ist kommerzielle forstwirtschaft. Aber ob man das will..... Hier wird holz in monokultur angebaut, waechst sehr schnell und wird dann flaechendeckend abgeerntet. Das sieht dann so aus:
http://www.foresteng.canterbury.ac.nz/graphics/images-harvest/Bluff_Road_BP.jpg
Bildquelle: http://www.foresteng.canterbury.ac.nz/research.shtml
https://pfolsen.blob.core.windows.net/productionmedia/2296/holdup.jpg
Bildquelle: https://nz.pfolsen.com/market-info-news/wood-matters/2011/may/forestry-holds-up-well-in-series-of-intense-storm-events/

Ich vermute das die "guten arbeitschancen" eben in dieser holzindustrie liegen.

Sorry das die antworten hier nicht sehr positiv sind.

Cheers

Peter

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